Regelblutung

FRAUEN

Frauen im gebärfähigen Alter sind die Hauptrisikogruppe für Entwicklung eines Eisenmangels. Die Gründe dafür liegen in der Regelblutung, die einem monatlichen Blutverlust von 20-80 ml gleichkommt.

Dies entspricht einem Eisenverlust von 10-40 mg. Zwar wird menstruierenden Frauen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine erhöhte um 50 % erhöhte Eisenaufnahme von 15 mg gegenüber 10 mg bei Männern angeraten. Ob dies reicht, darf aber bezweifelt werden. Denn bei einer durchschnittlichen Eisen-Resorptionsquote von 8 % aus der Nahrung würden so gerade mal knappe 0,5 mg Eisen zusätzlich am Tag aufgenommen. Diese 14 mg in 28 Tagen werden also kaum bei jeder Frau den Eisenverlust durch die Menstruationsblutung ausgleichen. Und so wundert es kaum, dass Eisenmangelanämien so besonders häufig auftreten. Frauen mit Monatsblutungen sind also immer gefährdet für einen Eisenmangel.



Weitere besondere Risikofaktoren sind:

  • Uterusmyome (gutartige Muskelgewebsvermehrungen in der Gebärmutter), die zu verstärkter Regelblutung führen können.
  • Empfängnisverhütung mit einer Spirale, die die Monatsblutung verstärken kann.