Kinderwunsch

FRAUEN

Bis zu 25 % der Frauen in Deutschland haben einen manifesten Eisenmangel. Die monatliche Regelblutung und eine schlechte Aufnahme des Nahrungseisens sind hauptverantwortlich für diese Situation.

Wie Sie im Kapitel Schwangerschaft nachlesen können, ergibt sich durch die Schwangerschaft ein Nettoeisenverlust von 1000 mg. Dieser Eisenbedarf ist während der Schwangerschaft allein über die Ernährung erfahrungsgemäß sehr schwer zu decken. Hinzu kommt, dass der Eisenbedarf auch in der Stillzeit um 50 % erhöht bleibt und ebenfalls schwer über die Ernährung zu decken ist.

 

Sie können Eisen aber speichern. Ihr Ferritinwert zeigt an, wie gut Ihre Eisenspeicher gefüllt sind. Man geht in der Geburtsheilkunde von folgenden Empfehlungen zu Ferritinwerten aus:

  • < 15 μg/l: Eisenspeicher entleert
  • 15–30 μg/l: knappe Eisenspeicher
  • 30–50 μg/l: Grauzone
  • > 50 μg/l: genügend Eisenspeicher


Ferritinwerte können natürlich vor einer Schwangerschaft auf 100–200 µg/l aufgefüllt werden. Denn der Eisenverlust von 1000 mg in der Schwangerschaft entspricht rund 100 Ferritinpunkten! Das Auffüllen der Eisenspeicher beugt Schwangerschaftskomplikationen wie Fehlgeburten, Frühgeburten, Wachstumsverzögerung, Absterben des ungeborenen Kindes, Harnwegsinfektionen der Mutter vor und kann auch der Wochenbettdepression nach der Geburt vorbeugen.

Außerdem kann ein Eisenmangel, auch ein latenter, die Zeugungsfähigkeit bei Männern und Frauen einschränken. Bei unerfülltem Kinderwunsch sollte daher der > Eisenstatus bestimmt werden und ein etwaiger Mangel ausgeglichen werden. Hierfür können eine optimierte > Ernährung> Eisentabletten, oder > Eiseninfusionen zum Einsatz kommen. Ein Vergleich der beiden Verfahren finden Sie > hier.